Zarina für die Lebenswege

Geboren wurde ich 1994 in Linz, Oberösterreich.

Meine Lebensgeschichte beginnt wohl bei dem Tod meiner über alles geliebten Oma, die verstarb als ich 6 Jahre alt war. Meine Eltern nahmen mich nicht mit auf das Begräbnis; was ich heute noch für sehr schade empfinde und auch immer noch darunter leide. Ich leide an dem Verlust; denn manchmal denke ich: Wäre meine Oma noch da, wäre ich vielleicht nicht krank geworden? Aber das ist nur reine Vermutung und Theorie…

Hauptschulalter. Schwierige Zeit. Mobbing begleitete mich über die Jahre und aus Liebeskummer begann ich das erste Mal mich mit einer Schere in die Haut zu ritzen. Es tat gut, doch ich hörte nach einem halben Jahr ungefähr wieder auf und ertrug das Mobbing ohne mich zu verletzen.

In der nächsten Schule wurde das Mobbing heftiger und auch körperliche Gewalt spielte eine Rolle. Ich griff erneut zu spitzen Gegenständen um mich zu ritzen. Ich habe es lange versteckt bis es mir irgendwann egal wurde und ich durch “Internetrecherchen” erfuhr und feststellte, dass ich an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leide. Alle Kriterien trafen auf mich zu und ich war mir ziemlich sicher: Ich leide an Borderline!

Nach diesem Jahr erneuten Mobbings kam ich in die Fachschule. Liebe Menschen rund um mich doch ich konnte nicht mehr aufhören mir weh zu tun. Ich versteckte es weiterhin bis es mir irgendwann egal wurde und ich es als ein Teil von mir akzeptierte. Irgendwann gegen Ende der Fachschule zeigte ich meine Wunden und Narben offen und trug keine langärmligen Shirts mehr.

Als ich “Hals-über-Kopf”-verliebt in eine Beziehung, der etwas anderen Art, stolperte, wurde mir erstmals bewusst welche Auswirkungen meine Partnerin auf mich hatte. Ich wurde alkoholkrank und bin erst seit 4 Monaten trocken, sowie auch frei von Beruhigungstabletten, von denen ich ebenso abhängig war.

Durch die Beziehung erfuhr ich was psychische Gewalt wirklich bedeutet. Doch es blieb nicht nur dabei; auch physische Gewalt sollte ich erfahren. Und zwar so lange bis ich meine Arbeit aufgrund des Alkoholkonsums zwei Mal verlor. Ich kam aufgrund von Suizidgedanken das erste Mal in die Psychiatrie und bekam offiziell die Diagnose “Borderline”.

Während ich also 1,5 Jahre lang zwischen meiner Beziehung und dem Krankenhaus wechselte wurde mir bewusst: Ich kann so nicht mehr weiter machen.

Meine Krankengeschichte und meine Lebensweise entglitten mir so dermaßen bis hin zum Suizidversuch und der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie. Und das nicht nur einmal.

Ich war alle paar Tage stationär und konnte mich kaum noch auf mein Leben konzentrieren bis mich meine Partnerin verließ. Ich litt sehr darunter und hatte auch noch weiterhin Rückfälle mit dem Alkohol, wenn ich mich wieder in ihre Nähe begab.

Zu dieser Zeit trennten sich auch meine Eltern, wo es auch über die Jahre immer wieder schwere Probleme gab, denen ich nur mit Alkohol stand hielt. Seit etwa einem halben Jahr habe ich meine Ex-Partnerin nicht mehr gesehen; Ich bin in eine betreute WG gezogen und seither geht es mir um einiges besser. Ich war schon einige Monate nicht in der Psychiatrie und hab auch kein Bedürfnis danach.

Nachdem ich diverse Diagnosen wie Borderline, Abhängigkeiten und Essstörungen eingesammelt hatte, fand ich irgendwann Christinas Seite sowie die Gruppe. Und als ich dann auch noch auf die Meditationen hingewiesen wurde, drehte sich meine Welt wieder ein klein wenig in eine positive Richtung.

Ich möchte an dieser Stelle ein riesiges DANKESCHÖN an Christina aussprechen!

Ich danke Dir von Herzen, dass es Dich gibt! Danke, für alles was Du machst!

 

Und Danke für die Möglichkeiten, die Du UNS gibst, UNS zu zeigen!

Ich bin nun auf einem – halbwegs- guten Weg um mich mit MIR auseinander zu setzen. Mich mir mit Hilfe vieler Therapien aus meinen Krankheiten wieder hoch zu helfen.

Und Ich bin endlich soweit sagen zu können: Das Leben hat nicht nur schlechte Seiten – Es kann auch sooo schön sein!

 

In Liebe,

Zarina

 

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